Mittwoch, 14. Juni 2017

Dies und Das über Superfood

Superfood: Immer wieder hören wir dieses Wunderwort, ist es in aller Munde. Mal sind es die Goji-Beeren aus China, dann der Chiasamen aus Mexiko und Quinoa aus den Anden. Dabei sind die Beeren und Samen wegen der langen Transportwege und weil sie so in Mode sind, recht teuer. Doch diese Ausgaben müssen nicht sein, denn bei uns vor der Haustür wachsen Beeren, Gemüse und Körner, die es in puncto gesundheitliche Wirkungen mit den Exoten allemal aufnehmen können.



Die aus fernen Ländern importierten Nahrungsmittel müssen wirklich nicht sein, denn Mutter Natur schenkt uns hier, wo wir leben, die wirksamsten Power-Pflanzen. Man muss sich allerdings fragen, warum darüber so wenig bekannt ist. Die Antwort ist schnell gefunden: Für Brennesseln und Heidelbeeren wird kaum Werbung gemacht, denn mit ihnen ist nicht so viel Geld zu verdienen wie mit den importierten Superfoods, die uns als wahre Schätze der Gesundheit angepriesen werden. Also wird es höchste Zeit, mal auf die heimischen Superfoods zu schauen.
Es handelt sich u.a. um:
Heidelbeeren
Leinsamen
Sauerkraut
Hirse
Brokkoli
Meerrettich
Brennesseln
Löwenzahn  

Heidelbeeren
Die blauschwarzen Beeren sind die heimische Alternative zu Acai-Beeren. Reich an den Vitaminen C, E und K sowie Vitaminen der B-Gruppe, vielen Mineralien und Spurenelementen, sind Heidelbeeren wahre Vitalstoff-Bomben. Studien haben gezeigt, dass der regelmäßige Verzehr gutes Sehen fördert und die Gehirnleistung unterstützt.

Leinsamen
Der Samen der Leinpflanze ist unsere Alternative zu Chiasamen und hat sogar eine höhere Konzentration an Omega-3-Fettsäure als die exotischen Körner. Außerdem enthält Leinsamen wertvolle Ballaststoffe und ist die perfekte Pflege für Magen und Darm.

Sauerkraut
Das aus fermentiertem Weißkohl hergestellte rohe Kraut enthält reichlich probiotische Bakterien, die für eine gesunde Darmflora sorgen und das Immunsystem stärken.

Hirse
Die Hirse gehört zu den Süßgräsern und ist damit wie Quinoa ein glutenfreies Pseudogetreide. Bemerkenswert ist der hohe Anteil an Silizium, der das Bindegewebe kräftigt. Gleichzeitig ist Hirse ein natürlicher Eisen-Lieferant und fördert dadurch die Blutbildung.

Gesundes Grün Brokkoli Kostenlose Fotos  

Brokkoli
Als Gemüse, Rohkost oder in Form von Sprossen ist die Kohlart ein echtes Superfood, das mit seinen Senföglykosiden sogar Krebs vorbeugen und das Wachstum von Tumorzellen hemmen kann. Auch den Magenkeim Helicobacter hält Brokkoli in Schach.

Meerrettich
Die scharfe  Rübe gehört  zu den natürlichen Antibiotika und ist in Süddeutschland als "bayerisches Penicillin" bekannt. Aufgrund seiner Senföle kann Meerrettich Bakterien und Pilze unschädlich machen. Gleichzeitig wirkt er antimutagen, das heißt, er kann unsere Erbsubstanz (DNA) schützen.

Brennesseln
Die Wildpflanzen mit den Brennhaaren liefern mehr wertvolles Protein als die Soja-Bohne, doppelt so viel Eisen wie Spinat und sechsmal so viel Vitamin C wie Orangen. Aufgrund ihres hohen Kaliumgehalts wirken Brennesseln ausschwemmend und beugen Blasen- und Nierenproblemen vor. In Smoothie oder als Tee zubereitet, verlieren die Brennesselhaare ihre Wirkung.

Löwenzahn
Die fast überall blühende Blume ist nicht nur in allen Pflanzenteilen essbar, sondern bietet viele gesundheitliche Wirkungen. Ihre Bitterstoffe, Vitamine und Mineralien stärken die Leberfunktion, reinigen das Blut und entwässern den Körper.  Blüten und Blätter können im Salat oder in Smoothies 
verwendet werden.



Das ist ein ellenlanger Post geworden. Aber kürzer ging es einfach nicht. Dies war ein höchst interessantes Gespräch mit meinem Freund, dem Förster i.R. Er hatte Besuch von einem Ernährungswissenschaftler. Da habe ich natürlich viel mitstenografiert.




Die großen Tugenden machen
einen Menschen bewundernswert;
die kleinen Fehler machen ihn liebenswert.
(Pearl S. Buck)



















Kommentare :

  1. Liebe Irmi, da hast du Recht.
    Und du stenographierst mit?
    Das kannst du? Ich glaube, als ich in der Schule war, war es das letzte Jahr, in dem das unterrichtet wurde...Grins.
    Liebe Grüße

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  2. interessant und was ich raus ziehen kann alles davon ist toll!
    Danke dir dass du dir die Mühe gemacht hast mit zu schreiben...
    Schönen Mittwochhgruss Elke

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  3. Moin liebe Irmi,
    da hast einen Riesenbeitrag geschrieben - danke dafür.
    LG Helga

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  4. Moin Irmi,
    komprimierte Gesundheit, bravo...
    Die Hirse hatte ich noch nicht auf dem Zettel, wird nachgeholt. Heidelbeeren sind die idealen Naschis für mich, allerdings brauche ich noch den Vergleich der Wildpflanzen mit den Zuchtbeeren, so ganz vertraue ich den nichtfärbenden nicht.
    Das bayerische Penicillin und der Begriff *antimutagen* erfreut mich, beides neu ;).
    Steno hab ich mal gelernt - nie gebraucht!
    LG Kelly

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  5. wie IMMER Irmi das GLÜCK liegt vor der Haustür und nicht in der Ferne. als lassen wir uns unsere Gemüse Saat und was es noch gibt munden
    Danke für diesen Beitrag
    mit einem Lg vom katerchen

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  6. Wie gut, dass du Steno kannst ;O). Ja die Natur hat doch eine Menge nahrhaftes zu bieten und bereichern unseren Speiseplan.
    Lieben Inselgruß
    Kerstin

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  7. Hallo Irmi, ein Hoch auf dich, dein Post entspricht genau dem, was wir schon lange praktizieren. Mein Mann macht jeden Tag vor dem Mittagessen eine Runde durch den Garten, um Wildkräuter für den Salat zu sammeln,um ihn als besondere Würze beizugeben, frischer gehts nicht. Vielleicht noch etwas zu den Brennnessel, man hat nach dem Krieg auch Stoff aus den Fasern der Brennnessel gemacht, den Nesselstoff, gelblich, rau und kratzig. Bei meinen Wildkräuterführungen beschäftige ich mich immer sehr intensiv mit der Brennnessel und stelle sie einmal von einer ganz anderen Seite vor, das macht Eindruck.
    Lieber Gruß
    von Edith

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  8. liebe Irmi
    Heidelbeeren
    Leinsamen
    Sauerkraut
    Hirse
    Brokkoli
    Meerrettich
    Brennesseln
    Löwenzahn
    sind wahre Wunder, die wir oft nicht einmal bemerken weil es einheimische Pflänzchen sind und sie damit oft genug nicht wertschätzen, nein - Im Supermarkt gibts die Ausländer - aus
    China, Bulgarien, Dänemark, Holland und und..und...und wir greifen zu.
    das ist schon merkwürdig wie wir oftmals gestrickt sind.
    dabei ist der deutsche Tisch reich gedeckt, leider haben wir oftmals vergessen sesonal zu essen, macht das das Überangebot?
    Toller beitrag, sehr wertvoller beitrag wioe schon so oft von dir, da kann man nur ein lautes Danke sagen liebe Irmi..und ich sags: Danke..
    herzlichst Angelface...
    ich pflück jetzt Heidelbeeren oder andere wenn ich sie finde:_))

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  9. Das Wissen um Kräuter muss man sich wirklich erarbeiten . Ob aber nun ein Kraut oder eine Frucht Trend ist ändern nichts an meinem Kaufverhalten . Allerdings probiere ich sehr gerne neues aus ;)
    Liebe Grüße Heidi

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  10. Unlängst, liebe Irmi, sah ich eine Doku über diese Superfood Dinge. Du bringst mir den Inhalt wieder ganz nahe. Es gab darin ein Passage über Chiasamen. Aus China kommend, wissen wir nichts davon, wie die Trocknung und Lagerung vollzogen wird. In der Endverarbeitung bemerken wir als Verbraucher nichts von z.B. Schimmelbildung während der Verarbeitung, doch die Sporen bleiben erhalten. Dann werden diese Bomben zu Zeitbomben in unserem Körper. Wir benutzen um so lieber Leinsamen und Leinöl , um nur ein Beispiel zu nennen.

    beste Grüße und vielen Dank für deinen Wochenteilerbeitrag,
    nachher fahre ich in den Garten Kräuter holen, die Liste dazu steht in deinem Beitrag und den Kommentaren,
    egbert

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  11. Liebe Irmi,
    mir ist das europäische Superfood, am besten aus der Region, am liebsten. Und Nahrungsmittel aus einem Land, in dem selbst die Babynahrung aus Kommerzgründen gestreckt und vergiftet wurde, sind mir mehr als suspekt. Im letzten Jahr gab es bei irgendeinem Discounter Erdbeeren im glas aus China. Was für eine Idee! Danke für Deinen anregenden Beitrag.

    Liebe Grüße
    Nula

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  12. genau so ist's ! :-)
    lg und eine sonnige restwoche
    anja

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  13. ...bei mir sind die genannten einheimschen Dinge regelmäßig auf dem Speiseplan, liebe Irmi,
    danke für deinen informativen Post,

    liebe Grüße Birgitt

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  14. Ich wollte mal Chiasamen kaufen und wurde stutzig, weil auf der Packung stand, dass man nur wenige Gramm am Tag essen sollte. Daraufhin informierte ich mich im Internet und kaufte LEINSAMEN.
    Liebe Grüße!

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  15. Ach wie schön, ich finde mich bestätigt. Denke ich doch oft, was es als Essenstrends nicht alles gibt was keiner braucht..
    Herzlichst
    yase

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  16. Jetzt weiß ich, warum ich den Meerrettich so mag! Auch die Pflanze, die es in A. selbst auf den Hühnerhöfen als einzige Pflanze gibt, weil die Viecher ihn verschmähen. Das fand ich immer lustig...
    Einen schönen Feiertag!
    Astrid

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  17. Das war aber auch ein superinteressanter Post!!! Dieses Jahr habe ich es versäumt, junge Brennesseln zu sammeln, schade. Aber du hast mich darauf gebracht, wieder mal einen leckeren Hirsekuchen zu backen! Der ist vollwertig, supergesund und wird warm gegessen.
    Ganz lieben Gruß
    Gabi

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  18. Servus Irmi,
    deine hier aufgeführten einheimischen "Lebensmittel mit Gesundheitsvorteil" sind bei uns immer wieder auf dem Speisezettel - da weiß man was man hat ;-)
    Gesunde Zeit,
    Luis

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  19. Liebe Irmi,
    ich habe einmal in meinem Leben Chia-Samen gekauft - aber ich kann nicht behaupten, dass das Zeug was Besonderes war! Es war nur teuer - sonst nichts.Da sind mit die einheimischen Leinsamen- oder Sesamkörner wesentlich lieber! Auch Sonnenblumen- oder Kürbiskerne schmecken prima - und beides kann man sogar selber sammeln, wenn man will!
    Nein, ich habe mit dem ganzen exotischen Kram nichts am Hut - der füllt nur die Taschen der Händler!
    Liebe Grüße, und morgen einen schönen Feiertag (falls es bei Dir einer ist ...)
    Christine

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  20. Meine liebste Irmi,
    ich danke Dir für diesen tollen Post, in dem Du so informativ Partei ergreifst für unser Superfood, das es bei uns gibt! Manche denken, nur weil ein Produkt von weit her kommt, ist es viel besser , wie das, was bei uns die Natur liefert! Die heimischen Früchte , Gemüse und Getreide,die Du hier aufgezählt hast, finden auch auf meinem Speiseplan immer Verwendung ;O) regional und saisonal, da weiß man, was man hat, das ist meine Devise ;O)
    Ich wünsche Dir einen wunderschönen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße und einen herzlichen Drücker, Deine Claudia ♥

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  21. Oh wie recht du hast liebe Irmi....
    Ich sehe es genau wie du.
    Sehr gut gefallen hat mir deine Post....
    Ganz liebe Grüße
    Jen

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  22. Das stimmt, warum in die Ferne schweifen??? Wir haben nur vergessen, was un s die Natur vor der Haustür bietet. LG Romy

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  23. Und wieder habe ich hier so viel gelernt!!!

    Liebe Grüße

    Jennifer
    http://jennifer-femininundmodisch.blogspot.de/2017/06/unterwegs-gefahrenpunkt-gehweg.html

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  24. Liebe Irmi,
    auch mir gefällt es bei dir, ich bleibe!!!
    Danke nochmals, dass dir meine Gedichte gefallen und du meinem Blog folgst, vielen Dank!!!

    Herzlichst, Rachel

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  25. ja..
    das Gute liegt so nah ;)
    Blaubeeren esse ich auch sehr gerne
    das Hirse auch so gesund ist wußte ich jetzt noch nicht

    liebe Grüße
    Rosi

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  26. Toller Beitrag liebe Irmi,
    Heidelbeeren liebe ich sehr, ich bleibe also bei unseren eigenen Superfoods.
    LG Doris

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  27. Super Beitrag! Ich schwöre auch immer noch auf den Apfel, auch wenn ich dafür ausgelacht werde von meinen Kollegen, die mit ihren Spirulina-Goji-Granatapfel-Smoothie neben mir stehen. :D ..aber Äpfel, Brokkoli, Gerstengras un dLeinsamen können meiner Meinung nach genau so viel. Ich mag es mich regional zu ernähren. Ich denke, dass unsere Heimat uns alles gibt, was wir brauchen. Unser Körper hat ja auch natürliche Entgiftungsmechanismen, bei dem wir ihr einfach unterstützen können. Ich nehme zum Beispiel ab und zu Glutathion-Kapseln von vitaminexpress.org, um meinem Körper beim natürlichen Entgiftungsprozess zu unterstützen. Ist wirklich super! :)

    LG

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.