Montag, 20. Februar 2017

Dies und Das über das Ausweichen

Ein alter Kaufmann zieht mit seinem Wagen aus der wunderschönen Stadt Venedig hinaus. Sein Esel tut ihm gute Dienste und zieht den Karren rasch voran. Nach einer Weile erreicht er eine verengte Stelle, die zwei Karren  nicht nebeneinander passieren können. Just in diesem Moment  kommt ihm ein zweiter Karren entgegen. Der andere blickt ihm grimmig in die Augen und ruft: "Geh mir aus dem Wege, alter Mann, oder ich mache das Gleiche was ich in Montecasino tat."


Erschrocken und verängstigt macht der alte Mann sogleich Platz. Nachdem der Mann mit seinem Karren vorübergezogen ist, fasst sich der alte Kaufmann ein Herz und fragte schüchtern: "Was hast du denn in Montecasino getan?"  "Nun", antwortet der andere, "dort bin ich ausgewichen und habe Platz gemacht!"



Nicht bei Seite sehen,
nicht drum herum gehen und ausweichen,
nicht darüber hinwegträumen ...
Stand halten,
Aug in Auge seine Kraft erproben,
und Herr drüber werden!
Cäsar Otto Hugo Flaischlen

Samstag, 18. Februar 2017

Dummheit und Stolz....

....wachsen auf einem Holz. Dieses alte deutsche Sprichwort kennen wir alle. Der Ursprung geht aber auf die Sprüche des Salomon zurück.
Übertriebene Überzeugtheit von sich selber oder einer Gruppe, der man angehört, muss als schlechte Eigenschaft angesehen werden. Denn sie geht oft mit Überheblichkeit und mangelnder Klugheit einher. Also: Dummheit und Stolz. Denn Überheblichkeit kann mit übertriebenem Stolz (im negativen Sinn) gleichgesetzt werden.
In der alten Lehre von den Tugenden wurde der Stolz als Haltung nämlich verurteilt, als beschränkte Sicht nur auf sich selber, so wie eben der Hahn stolz kräht, weil er über anderen steht - aber eben doch nur auf einem Misthaufen.
Die Charaktereigenschaft Stolz ist in der katholischen Theologie die Ursache für eine Hauptsünde. Gegenbegriff zum Stolz ist hier die Demut. Auch volkstümlich  wird Stolz nicht selten kritisch betrachtet: Dummheit und Stolz wachsen auf einen Holz.
In meiner Erziehung war der Stolz jedenfalls nicht unter die Tugenden gezählt worden, sondern eher unter die Laster. Und wurde ich gemaßregelt, fügte mein Vater meist hinzu: Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz. Im Nachhinein muss ich sagen, dass das vielleicht ein wenig zu streng gewesen ist. Denn dass man sich besonders freut, wenn einem etwas besonders gut gelungen ist, das sollte nicht verworfen werden, solange die Freude nicht zu Lasten anderer geht. Aber wenn jemand sagt: "Ich bin stolz ein Deutscher zu sein!" Was ist ihm da besonders gut gelungen?
Gelegentlich packt mich dann ohnmächtige Wut darüber, dass diejenigen, die da laut grölen, sie seien stolz Deutsche zu sein, unseren Ruf in der Welt beschädigen durch feige Gewalt gegen Ausländer und Schwache. Und wenn man dann in die hasserfüllten Gesichter schaut, schaudert mich. Da kann man nur sagen: Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz. Doch leider ist dieses altdeutsche Sprichwort kein wirksamer Zauberspruch gegen Dummheit.







Der Lümmel und der Protz sind
Geschnitzt aus gleichem Holz;
Den einen bläht die Dummheit auf,
Den anderen bläht der Stolz.
(Alois Josef Ruckert)

Donnerstag, 16. Februar 2017

Dies und Das und unser Umweltbewußsein

Die nachfolgende Geschichte fand ich bei einer lieben Bloggerin. Ich durfte sie mitnehmen und hier veröffentlichen. Ich finde, dass sie uns alle zum Nachdenken anregen sollte.

In diesem Sinne sind wir erzogen worden.
 
    Beim Bezahlen an der Kasse im Supermarkt schlägt die Kassiererin der
    vor mir bezahlenden alten Dame vor, sie möge doch beim nächsten
    Einkauf ihre Einkaufstasche mitbringen, denn Plastiktüten seien
    schlecht für die Umwelt.
    „Da haben Sie Recht“ entschuldigt sich die alte Dame „doch leider
    war ich in Eile und habe meine Einkaufstasche entgegen meiner
    Gewohnheit zu Hause vergessen".
 
    Die junge Frau erwidert: „Ja wissen sie, unser Problem ist nämlich,
    dass Ihre Generation sich keine Gedanken darüber gemacht hat, in
    welch schlechtem Zustand sie die Umwelt uns und den zukünftigen
    Generationen hinterlässt. Umweltschutz ist sicherlich ein Fremdwort
    für Sie".
 
    „Das stimmt. Unsere Generation kannte keinen Umweltschutz – war auch
    gar nicht nötig, denn Sprudel- und Bierflaschen gaben wir an den
    Laden zurück in dem wir sie gekauft hatten. Von dort gingen sie an
    den Hersteller, der die Flaschen wusch, sterilisierte und auffüllte,
    so dass jede Flasche unzählige Male benutzt wurde. Die Milch holten
    wir beim Milchhändler in unserer eigenen Milchkanne ab. Aber
    Umweltschutz kannten wir nicht.
 
    Für unsere Gemüseeinkäufe benutzten wir Einkaufsnetze, für den
    Resteinkauf unsere Einkaufstaschen. Vergaßen wir sie, so packte uns
    der Händler den Einkauf in braune Papiertüten, die wir zu Hause für
    viele Zwecke weiter verwendeten, z.B. zum Einpacken der Schulbücher,
    die uns von der Schule unter der Auflage, dass wir sie gut
    behandeln, kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. Nach Beendigung
    des Schuljahres wurden sie wieder eingesammelt und in gutem Zustand
    an den nachfolgenden Jahrgang weiter gereicht. Aber Umweltschutz
    kannten wir nicht.
 
    Wir stiegen Treppen hoch, denn Aufzüge oder Rolltreppen gab es nicht
    so wie heute in jedem Kaufhaus oder Bürogebäude. Wir gingen zu Fuß
    die paar Schritte zum nächsten Lebensmittelgeschäft und benutzten
    dazu keinen 300 PS starken Geländewagen. Sie haben Recht,
    Umweltschutz kannten wir nicht.
 
    Damals wuschen wir die Babywindeln, weil es keine Einwegwindeln gab.
    Wir trockneten die Wäsche nicht in einem Strom fressenden Trockner,
    sondern mit Wind- und Solarenergie auf der Wäscheleine aus Hanf. Die
    Kleidung der Kinder ging stets an die jüngeren Geschwister, denn
    immer neue Kinderkleidung konnten wir uns nicht leisten. Aber
    Umweltschutz kannten wir nicht.
 
    Im Haus hatten wir ein einziges Radio und später einen kleinen
    Fernseher mit einem Bildschirm in Taschentuchgröße. In der Küche gab
    es keine elektrischen Maschinen. Alles wurde von Hand geschnitten,
    geraspelt, geschält. Als Polstermaterial für Päckchen oder Pakete
    benutzten wir alte Zeitungen, kein Styropor oder Plastikblasen. Der
    Rasenmäher wurde mit der Hand geschoben, machte keinen Krach und
    keinen Gestank. Das war unser Fitnesstraining, weshalb wir keine
    Fitnessstudios mit elektrischen Laufbändern und anderem Energie
    fressenden Unsinn benötigten. Aber Umweltschutz kannten wir nicht.
 
    Das Wasser tranken wir aus der Leitung und benötigten dazu keine
    Plastiktasse oder Plastikflasche. Unsere leeren Schreibfüller wurden
    wieder mit Tinte gefüllt, anstatt neue zu kaufen. Papier wurde
    beidseitig beschrieben. Stumpfe Rasierklingen wurden ersetzt, und
    nicht gleich ein neuer Rasierapparat gekauft. Aber Umweltschutz
    kannten wir nicht.
 
    Damals fuhren unsere Kinder mit dem Bus, der Straßenbahn, dem
    Fahrrad oder gingen zu Fuß zur Schule. Einen 24-stündigen
    Taxiservice der Mutter mit dem 50.000 EUR teurem Auto gab es nicht.
    Aber Umweltschutz kannten wir nicht.
 
    In jedem Zimmer gab es eine Steckdose und keine Steckdosenleisten
    für unzählige Stromfresser, und wir benötigten auch kein von einem
    35.000 Kilometer entfernten Satelliten gesteuertes System, um die
    nächste Imbissbude zu finden. Jedoch Umweltschutz kannten wir nicht.
 
    Aber bedenken Sie:
 
    Es ist traurig, wenn die junge Generation sich darüber beklagt, wie
    verschwenderisch wir Alten gelebt haben, nur weil wir keinen
    Umweltschutz kannten? Glaubt sie wirklich, wir Alten benötigen eine
    Belehrung von euch Grünschnäbeln? Und dann auch von einem Mädchen,
    das mir noch nicht einmal das Wechselgeld heraus geben kann, ohne
    die elektronische Kasse zu befragen.
 
    Schönen Tag noch…."
Dem möchte ich nichts mehr hinzufügen. Wir sollten die Worte auf uns wirken lassen.

Ich freue mich riesig, dass

Bij Jen

an den Neckarstrand gefunden hat. Nimm Platz und fühle dich wohl hier.


       


Mittwoch, 15. Februar 2017

Der Straßenmusikant und der Kater

Das Leben meinte es nicht immer gut mit James Bowen, 1979 in Surrey (England) geboren. Er musste nicht nur die Scheidung seiner Eltern verkraften, sondern auch mit seiner Mutter und dem Stiefvater nach Australien ziehen. Da die Familie häufig den Wohnsitz wechselte, war es für James schwierig Freunde zu finden. Er wurde zum Außenseiter  ohne soziale Bindung.
 Mit 18 Jahren kehrte er nach London zurück, wo er schließlich auf der Straße landete. Auf den kalten Böden der Innenstadt versuchte er mit seiner Gitarre als Straßenmusiker ein wenig Geld zu verdienen. Die Obdachlosigkeit ließ ihn den Lebensmut verlieren und er begann Drogen zu nehmen, um der Realität entfliehen zu können. Eine kleine Sozialwohnung, die er nach langer Wartezeit
erhielt, war sein einziger Lichtblick. Eines Tages entdeckte er eine verwahrloste rote Katze im Hausgang, einen Kater, stark abgemagert und mit einer Verletzung am Bein. James nahm die Katze zu sich in seine Wohnung, gab ihr zu fressen und brachte sie zum Tierschutzverein, wo das Tier verarztet wurde. Während der Patient sich langsam wieder erholte, versuchte James vergeblich den Besitzer des Tieres ausfindig zu machen. Als die Katze wieder bei Kräften war, wollte er sie freilassen. Doch vergeblich. Bob, wie er den Kater mittlerweile nannte, wich nicht mehr von seiner Seite und folgte ihm sogar zur Arbeit als Straßenmusiker. Und siehe da! Dieselben Menschen, welche den Musiker zuvor keines Blickes gewürdigt hatten, blieben stehen und lauschten den Klängen. Der rote Kater übte eine magische Anziehungskraft auf die Passanten aus. Die Leute liebten das ungleiche Paar und die Einnahmen von James stiegen. Er brachte der Katze kleine Gags bei und im Sturm eroberten sie die Herzen der Menschen. Bob wurde zum Publikumsliebling.
Durch den Kater hatte James wieder einen geregelten Tagesablauf - er wurde zum ersten Mal wirklich gebraucht. Er schaffte den schwierigen Drogenentzug und übernahm wieder Verantwortung für sein Leben. Schlagartig verbreiteten sich Videos von ihm und seiner treuen Katze im Internet und die Menschen waren  berührt von dieser außergewöhnlichen Freundschaft. James Bowen verfasste zudem ein Buch über seine ergreifende Geschichte, welches weltweit zum Bestseller wurde. Die Geschichte von dem drogenabhängigen Straßenmusiker James Bowen und der Katze Bob zeigte den Menschen, wie eine ungewöhnliche Freundschaft  die größten Hindernisse überwand.

Die Neugier steht immer an erster Stelle
eines Problems, das gelöst werden will. 
(Galileo Galilei)

Buch: Bob der Streuner u.a.

Dienstag, 14. Februar 2017

Dies und Das über das Gemüse

Ob auf dem Markt, in den Gemüsegeschäften oder im Supermarkt: Uns gehen die Augen über, wenn wir die Preise sehen. Am Samstag kostete der Kopf Salat auf dem Wochenmarkt 2,30 Euro. Eisbergsalat, Brokkoli oder Blumenkohl - alles sehr, sehr teuer. Leider gibt es in meiner Gegend keinen Hofladen, der eine wöchentliche Grüne Kiste vertreibt. Ich müsste bis nach Heidelberg gehen. Das ist aber einfach zu weit. Aber es bleibt immer noch  "B.-frost. Etwas teurer, aber es gibt keinen Abfall und die Frische ist garantiert. 

Bildergebnis für Grüne Kiste - Fotos 

Seinem mittelhochdeutschen Ursprung ("gemüse")  nach bezeichnet Gemüse eigentlich ein Mus aus Nutzpflanzen. Heute ist das Wort ein Sammelbegriff für essbare Pflanzenteile - wobei mehrere nicht ganz trennscharfe Definitionen nebeneinander  existieren. Lebensmitteltechnisch gesehen stammt beispielsweise Gemüse von einjährigen Pflanzen ab. Obst ist dagegen  die Frucht  einer mehrjährigen Pflanze. Nach botanischer Definition bezeichnet Obst eine aus einer bestäubten Blüte entstandene Frucht, Gemüse sind dagegen andere Pflanzenteile. Deshalb gelten Kürbisse botanisch als Obst, lebensmitteltechnisch aber als Gemüse. (Gar nicht so einfach, oder?)
Gemüse ist vor allem reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Ballststoffen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt täglich mindestens 400 Gramm davon zu essen. Die Nachfrage nach Obst und Gemüse ist im Zeitraum von 2011 bis 2014 um 7 Prozent angestiegen. Tomaten gehören dabei zu den beliebtesten Gemüsen: Knapp 28 Kilo wurden 2015 pro Kopf in Deutschland verspeist.
(Quelle: "Obst und Gemüse im Wandel der Zeit")


Bohnen

Wie eigenwillig sind die Bohnen!
Sie wollen sich nun mal partout nach rechts,
nach der Schattenseite hin, um die Stange wickeln.
Vergebens würde man sich bemühn,
sie auf andere Gedanken zu bringen.
Ist`s mit uns Leutchen nicht ebenso?
Trotz dem Milieu, den einwirkenden Umständen
bleibt der Grundzug hartnäckig derselbe. 
(Wilhelm Busch)

Montag, 13. Februar 2017

Für alles gibt es wissenschaftliche Erkenntnisse

Kurz vor der Jahreswende ist alle Jahre wieder der Zeitpunkt, zu dem die meisten  Menschen gute Vorsätze und Pläne für das neue Jahr schmieden.  Jetzt, einige Wochen später, ist viel von dem, was wir uns vorgenommen haben, auf der Strecke geblieben.
Doch das muss nicht sein, denn es gibt einen kleinen Trick, der uns bei der Umsetzung unserer Vorsätze und Wünsche unterstützt: Wir sollten uns aufschreiben, was wir erreiche möchten. Wie wirksam das ist, hat eine Studie der berühmten Harvard-Universität in den  USA klar nachgewiesen. Hier zeigte sich, dass Menschen, die ihre Ziele schriftlich fixieren, erheblich erfolgreicher  in der Umsetzung sind als diejenigen, die sich einfach nur Veränderungen wünschen.
Also, egal ob wir das Rauchen aufgeben wollen, mehr Sport treiben möchten, sich gesünder ernähren wollen oder was auch immer: Wir müssen eine Liste machen.


Und so ist es leichter, dass wir unsere Ziele erreichen:
Man sollte keine negativen Formulierungen wie etwa: "Ich möchte nicht mehr rauchen", sondern 
besser positiv schreiben: "Ich werde Nichtraucher!"

Man sollte genau aufschreiben, bis wann das Abnehmen erreicht sein sollte, z.B.: "Bis zum Sommer werde ich 5 Kg abnehmen!" 

Und man sollte exakt formulieren: "Ich esse jeden Tag  drei Portionen Obst und Gemüse!"

Durch eine solche Liste trifft man so etwas wie eine Vereinbarung mit sich selbst. Und man will sich doch nicht enttäuschen, oder? Man sollte diese List gut sichtbar aufhängen - etwas am Kühlschrank oder im Badezimmer. So stehen die Chancen zumindest besser, unsere Ziele auch zu erreichen.



Wenn wir ein Ziel vor Augen haben, 
stellt auch ein steiler oder steiniger 
Weg kein Hindernis dar.
© Ernst Ferstl

Samstag, 11. Februar 2017

Dies und Das über Süßstoff

Wir wissen es alle, dass kalorienarme Süßstoffe dick machen. Wir vergessen es leider zu oft.
Immer mehr Getränke, Back- und Süßwaren werden uns heute als  "light"  angeboten. Sie enthalten
Süßstoffe statt Zucker und sind deshalb kalorienärmer. Viele Menschen greifen zu in der Hoffnung, damit ihr Gewicht halten zu können. Doch jetzt hat sich erneut bestätigt: Man erreicht damit genau das Gegenteil! Bei gleichem Kalorienverbrauch werden die Anwender  von Süßstoff dicker als der Rest der Bevölkerung. Vor allem das Bauchfett ist bei ihnen vermehrt. Das ergab eine Studie des Staatlichen Instituts für Altersforschung in Baltimore/USA.  Dort wurden 1.454 Probanden 28 Jahre lang genau untersucht. Der Grund für das überraschende Ergebnis: Süßstoffe wecken im Körper das ständige Verlangen nach Süßem. Die Folge: Irgendwann packt uns der Heißhunger und man greift vermehrt nach anderen kalorienreichen und süßen Produkten. Außerdem verändern Süßstoffe die Zusammensetzung unserer Darmflora. Man verwendet  dann die zugeführten Kalorien besser.




Was ist also zu tun? Wir sollten Süßstoffe und Light-Produkte im Regal liegen lassen. Das gilt übrigens auch für Käse, Joghurt etc.
Statt Diät-Cola lieber einen verdünnten Fruchtsaft oder einen leckeren Früchtetee einsetzen, anstelle eines Light-Schokoriegels lieber ein Stück Zartbitterschokolade genießen





Kartoffellied

Pasteton hin, Pasteten her,
was kümmern uns Pasteten?
Die Kumme hier ist auch nicht leer
und schmeckt so gut als bonne chere
von Fröschen und von Kröten.

Und viel Pastet und Leckerbrot
verdirbt nur Blut und Magen.
Die Köche kochen lauter Not,
sie kochen uns viel eher tot;
Ihr Herren, laßt Euch sagen!

Schön rötlich die Kartoffeln sind
und weiß wie Alabaster!
Sie däun sich lieblich und geschwind
und sind für Mann und Frau und Kind
ein rechtes Magenpflaster.
Matthias Claudius