Montag, 2. April 2018

Ein frohes Osterfest

....wünsche ich allen Leserinnen und Lesern von Herzen.
Leider ist das Wetter nicht so berauschend - aber zum Eierverstecken langt es dennoch. Ich muss doch wieder eine kleine Pause einlegen. Es geht einfach nicht.


Ich möchte mich für die vielen guten Wünsche zum Fest bedanken. Besonders gefreut habe ich mich über zwei Überraschungspäckchen von

Kirsten und Claudia

Die Freude war groß. Also vielen, vielen Dank.

Auch
Bärbel

sage ich Dank für die wunderschöne, ganz besondere Karte.
Es tut gut zu wissen, dass man doch nicht ganz alleine ist. 



Der Osterspaziergang
Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick;
Im Tale grünet Hoffnungs-Glück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.

Von dort her sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur;
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlt's im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurückzusehen.
Aus dem hohlen, finsteren Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden,
Aus niedriger Häusern dumpfern Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbes-Banden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straße quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle an's Licht gebracht.
Sie nur, sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluß in Breit' und Länge
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen,
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein;
Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein.
(Joh.Wolfgang von Goethe)

Donnerstag, 22. März 2018

Dies und Das über die Erfindung der Dampfmaschine

Muskeln, Wasser, Wind: Das waren die Herkömmlichen Antriebskräfte für Arbeitsmaschinen bis ins 18. Jahrhundert hinein. 1712 konstruierte der britische Schmiedemeister Thomas Newcomen jedoch die erste praxistaugliche Dampfmaschine. Sie setzte Luftdruck in Arbeit um und wurde in Bergwerken genutzt, um Wasser aus Gruben zu pumpen.
James Watt verbesserte die Funktionsweise entscheidend, vor allem mit seinem Kondensator, und bewirkte den Durchbruch der Maschine, die fortan zum Motor der industriellen Revolution wurde. Dampfgetriebene Kraftmaschinen ließen erst Spinnmaschinen und Webstühle surren, dann Lokomotiven und Schiffe fahren. Als universell einsetzbare Betriebsmaschinen brachten sie einschneidende Veränderungen. In vielen Bereichen löste die industrielle Fabrikproduktion die traditionelle Handarbeit ab. Gütertransport und Warenaustausch wurden radikal beschleunigt. Letztlich wälzte die Industrialisierung die ganze Gesellschaft um.






Lebe so, dass du sagen kannst:
die Vergangenheit ist Geschichte,
die Zukunft ein Geheimnis,
doch dieser Augenblick ist ein Geschenk.
(Indische Weisheit)

Mittwoch, 21. März 2018

Nun ist er da....

.... und sollte sein blaues Band wieder durch die Lüfte flattern lassen.
Aber leider ist dem nicht so. Es ist bitterkalt und immer wieder rieseln ein paar Flocken vom Himmel. Eigentlich hätte es zu Weihnachten so sein soll -  und nicht an Ostern. Wir müssen ganz einfach abwarten. Und deshalb darf das Gedicht auch nicht fehlen:

Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
—  Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab' ich vernommen!
(Eduard Mörike)
Leider sind die Frühblüher auf der Strecke geblieben. Die Schneeglöckchen haben den Frost überstanden. Narzissen und Krokusse überleben es leider nicht. 


Dienstag, 20. März 2018

Man kann nicht alles wissen..

..deshalb hier einige Dinge, die interessant sein könnten:

Warum legt man sich ins Zeug?
Die Redensart entstand in einer Zeit, als die Kutsche noch eines der beliebtesten Fortbewegungsmittel der Menschen war. Als Zugtiere dienten Pferde, die mit einem Geschirr bzw. Riemenzeug an das Gefährt angebunden wurden. Um die Last ziehen zu können, mussten sie sich mit ihrem ganzen Gewicht ins Zeug legen. Heute bedeutet  "sich ins Zeug legen"  so viel wie sich anstrengen oder bemühen.






Weshalb ist jemand der Gelackmeierte?
In  Norddeutschland bedeutete das Verb  "meiern" einst  "täuschen" bzw.  "foppen". Menschen, die von anderen Hereingelegt wurden, bezeichnete man zudem als  "Gelackte". Der  "Gelackmeierte" ist also eine Verdopplung dieser wenig schmeichelhaften Bezeichnung für ein Betrugsopfer.

Wieso führt man jemanden an der Nase herum?
Wer sich von anderen täuschen lässt, muss sich oft nicht nur an die eigene Nase fassen, sondern wird auch daran herumgeführt. Der wenig schmeichelhafte Spruch erinnert an Tierbändiger, die zum Beispiel Bären im Zirkus herumführen. Hierzu zogen sie dem Tier einen Ring durch die Nase, an dem sie Eisenketten oder -stäbe befestigten. Da ein festes Ziehen bei den Bären starke Schmerzen verursachte, ließen sie sich bereitwillig zähmen.

Weshalb wischt man jemanden eins aus?
Die Redensart entstand in einer Zeit, als Studenten noch mit Säbeln Kämpfe austrugen. Wer Kontrahenten mit einer schnellen wischenden Bewegung traf, fügte ihnen Schaden zu und hatte dank dieser Aktion meist das bessere Ende für sich - und anderen eines ausgewischt.



Versuche nicht, vor der Vergangenheit
zu fliehen, sie ist immer hinter dir.
(Richard Kimble)


Montag, 19. März 2018

Dies und Das über Helgoland

Dieser Vorgang ist fast vergessen!
Am 18. April 1947, Punkt 13 Uhr, wäre es um Helgoland beinahe geschehen gewesen. Von Bord des britischen Zerstörers  "HMS Lasso" aus wurde auf der Nordseeinsel eine gewaltigen Sprengung gezündet. Der Name der Operastion: Big Bang. 4000 Torpedoköpfe, etwa 9000 Wasserbomben und mehr als 91.000 Granaten gingen in die Luft. Das gab zusammen 6.7 Kilotonnen Sprengstoff, ungefähr halb so viel wie die Atombombe von Hiroshima. Viele Menschen glaubten , dass die Insel das nicht überstehen und für immer im Meer versinken würde. Die erklärte Absicht des britischen Militärs war das nicht. Dieses wollte allein deutsche Bunker- und Militäranlagen aus dem Zweiten Weltkrieg zerstören. Von der Insel sollte nie wieder eine militärische Bedrohung  ausgehen.
Die Nazis hatten Deutschlands einzige Hochseeinsel zu einem militärischen Stützpunkt ausgebaut. Im Jahr 1945 waren dort rund 3000 Soldaten stationiert. Es gab einen Flugplatz, Flakgeschütze sowie ein Bunkersystem samt U-Boot-Bunker. Bereits im April 1945 hatte die britische Luftwaffe deshalb Angriffe auf Helgoland geflogen. Deshalb waren alle 3000 Einwohner evakuriert worden. Nach der Operation Big Bang waren alle militärischen Anlagen zerstört - zudem stürzte ein Teil der Steilküste ein, die Südspitze brach weg. Krater entstanden. All dies ist noch heute gut zu erkennen.
Bis 1952 dient die Insel  als Bombenabwurfplatz für die britische Luftwaffe. Am 1. März 1952 gab Großbritannien Helgoland an die Bundesrepublik zurück.
(Quelle: Gedenktage)





 Und plötzlich weißt du:
Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen
und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.
(Meister Eckhart)



Samstag, 17. März 2018

Er kommt zurück...

Ich habe es geahnt: so leicht lässt sich der Winter nicht vertreiben. An diesem Wochenende soll er zurückkommen. Es wäre ja auch zu schön gewesen. Aber noch haben wir Winter und da dürfen wir nicht klagen.

Der Winter ist ein rechter Mann,
kernfest und auf die Dauer;
sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an
und scheut nicht süß noch sauer.

Aus Blumen und aus Vogelsang
weiß er sich nichts zu machen,
hasst warmen Trank und warmen Klang
und alle warmen Sachen.

Wenn Stein und Bein von Frost zerbricht
und Teich und Seen krachen;
das klingt ihm gut, das hasst er nicht,
dann will er tot sich lachen.

Sein Schloss von Eis liegt ganz hinaus
beim Nordpol an dem Strande,
doch hat er auch ein Sommerhaus
im lieben Schweizerlande.

Da ist er denn bald dort, bald hier,
gut Regiment zu führen,
und wenn er durchzieht, stehen wir
und seh'n ihn an und frieren.
(Matthias Claudius)

Mit diesem immer wieder wunderschönen Gedicht (Lied)  möchte ich mich ins Wochenende verabschieden. Passt auf Euch auf. In eigener Sache ist zu sagen: Habe mir etwas zu viel zugemutet.
Muss noch langsam tun!




Wer zu sich selbst finden will,
darf andere nicht nach dem Weg fragen.
(Paul Watzlawick)

Donnerstag, 15. März 2018

Dies und Das über den Sonnenkönig

Bildergebnis für Ludwig XIV - kostenlose Fotos 

Gerade mal vier Jahre war der Sohn Ludwigs XIII.  alt, als er vom Vater den Thron erbte. Bis er die Alleinherrschaft  übernahm, dauerte es zwar weitere 18 Jahre. Aber Ludwig XIV. wuchs stets in dem Bewußtsein auf, eine essenzielle Rolle zu spielen.
Den Satz: "Der Staat bin ich" hat er wohl nie gesagt, aber in diesem Stil regiert. Zum Symbol seiner Herrschaft wählte er die Sonne. So wie sie im Mittelpunkt des Sonnensystems steht, wollte er der Mittelpunkt Frankreichs sein. Das Volk bezeichnete ihn deshalb in spöttelndem Ton als "Sonnenkönig".
Seine Gemahlin und er endeten auf der Guillotine.

Bildergebnis für Ludwig XIV - kostenlose Fotos