Mittwoch, 31. August 2016

Dies und Das über Laubhaufen

Ich weiss es ja, es ist noch zu früh, um über Laubhaufen nachzudenken. Es sind wahre Tierhotels.
Ich dachte am Samstag daran, als meine Gartenhilfe zwei große Säcke mit Laub füllte. Der Kirschbaum verliert in diesem Jahr besonders früh seine Blätter , ist meine Meinung.
Die Blätter trudeln von den Bäumen und für gewöhnlich wird es langsam kalt. Es ist Herbst. Viele Leute sausen nun durch ihren Garten, kehren das Laub zusammen und schaffen es weg. Denn je ordentlicher ein Garten aufgeräumt ist, desto besser - stimmt´s?
Aber das stimmt nicht immer. Man sollte Laub ruhig liegen lassen - vor allem unter Bäumen und Sträuchern. Denn oft schlüpfen Tiere unter das Laub, um dort die kalten Monate auszusitzen. Zum Beispiel halten Igel dort Winterschlaf. Auch Larven von Schmetterlingen, Spinnen und Käfern verkriechen sich manchmal im Laub. Der Laubhaufen kann so zu einem richtigen Tierhotel werden.

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Es gibt übrigens auch Blätter, die aufgesammelt werden sollten. Es geht um bestimmte Rosskastanien. Ihre Blätter schmecken der Larve eines Schädlings besonders gut, der Miniermotte. Die Schädlinge machen es sich außerdem darin im Winter gemütlich, um zu überleben. Experten raten deshalb, dieses Laub aufzusammeln, um die Miniermotte zu bekämpfen.
Wer schon einmal Laub von einem großen Stück Rasen heruntergeharkt hat, weiss, wie anstrengend das ist. Kein Wunder, dass immer mehr Gärtner deshalb zu Laubsaugern und Laubbläsern greifen, um die Blätter von Wiesen, Beeten und Gebüschen wegzuholen. Für viele Tiere allerdings sind diese Geräte eine Gefahr. Sie zerstören nämlich ihren Lebensraum und verletzen oder töten sie sogar.
Sie saugen mit den Blättern nämlich auch die ganzen Kleinlebewesen ein. Selbst Frösche oder Molche können dem Sog oft nicht entkommen, bestätigen auch die Naturschützer. Einige der Geräte haben dann noch einen Häcksler eingebaut. Der zerstückelt auch die Tiere.
Wer der Natur einen Gefallen tun möchte, verzichtet also besser auf die Geräte. Ein bisschen Anstrengung beim Harken kann ja auch gesund sein!
In diesem Vortrag war ich im vergangenen Jahr (Nabu). Da habe ich mir vorgenommen, diesen Post in diesem Jahr einzustellen. Etwas früh - aber man kann sich jetzt schon Gedanken darüber machen,
wo der Laubhaufen am besten platziert werden kann.



Herbstlied

Das Laub fällt von den Bäumen,
Das zarte Sommerlaub!
Das Leben mit seinen Träumen
Zerfällt in Asch und Staub!

Die Vöglein im Walde sagen,
Wie schweigt der Wald jetzt still!
Die Lieb ist fortgegangen,
Kein Vöglein singen will;

Die Liebe kehrt wohl wieder
Im künftgen lieben Jahr,
Und alles tönt dann wieder,
Was hier verklungen war.

Der Winter sei willkommen,
Sein Kleid ist rein und neu!
Den Schmuck hat er genommen,
Den Keim bewahrt er treu!
Siegfried August Mahlmann
(1771 - 1826), deutscher Schriftsteller

Montag, 29. August 2016

Dies und Das über die Bohnen

Ich esse Bohnen sehr gern, in allen Variationen. Bohnen zählen mit Kürbissen zu den ältesten Nutzpflanzen. Und noch heute  gehören sie zu den wichtigsten Pflanzen bäuerlicher Landwirtschaft, vor allem in Lateinamerika und Afrika.

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(Foto: Edeka)

Die wilde Stammform der Gartenbohne wächst übrigens in Südamerika. Hier gab es auch die ältesten Funde der kultivierten Gartenbohne. Sie stammen etwa aus dem Jahr 8000 v.Chr. und wurden in der
Guitarrero- Höhle in Peru entdeckt. In Pichasca - Chile -  fand man aus dem Jahr 2700 c. Chr. Belege des Anbaus.
Heute gedeiht die wärmeliebende Gartenbohne als einjährige Kletterpflanze. Stangenbohnen werden zwei bis vier Meter hoch. Sie wachsen als Linkswinder - von oben betrachtet gegen den Uhrzeigersinn - an Stützen. Interessant: Die Blätter vollziehen  "Schlafbewegungen". Bei der Buschbohne senken sich die Blätter infolge der Temperaturveränderung früh abends. Morgens heben sie sich dann wieder. Dies ist eine Anpassung an den tropischen Kurztag ihrer südamerikanischen Heimat.
Interessant ist, dass die Gartenbohne erst im 16. Jahrhundert nach Europa kam. Die älteste Abbildung aus Deutschland stammt aus einem Kräuterbuch von Leonhart Fuchs aus dem Jahr 1543. Nur kräftige Hummeln können die Blüten der Gartenbohne öffnen und bestäuben.
(Quelle: Kulturpflanzen)




Das Herz hat seine Gründe,
von denen die Vernunft nichts weiss.
(Blaise Pascal)


Sonntag, 28. August 2016

Ein sonniges, erholsames Wochenende...

das letze im Monat August, wünsche ich meinen lieben Leserinnen und Lesern.

Mit dem nachfolgenden Gedicht verabschiede ich mich bis zum Montag. Habt es fein.



An einem Sommermorgen
da nimm den Wanderstab,
es fallen deine Sorgen
wie Nebel von dir ab.

Des Himmels heitre Bläue
lacht dir ins Herz hinein
und schließt, wie Gottes Treue,
mit seinem Dach dich ein.

Rings Blüten nur und Triebe
und Halme von Segen schwer,
dir ist, als zöge die Liebe
des Weges nebenher.

So heimisch alles klingt
als wie im Vaterhaus,
und über die Lerchen schwingt
die Seele sich hinaus.
(Theodor Fontane)

Freitag, 26. August 2016

Man muss ja nicht alles wissen...

Indianer durften nicht lesen.
Im US-amerikanischen Bundesstaat Massachusetts wurde 1789 ein Gesetz erlassen, dass den Weißen verbot, Indianer im Lesen und Schreiben zu unterrichten. Bürger, die diese Vorgabe ignorierten, drohte sogar die Todesstrafe. In anderen Staaten wurde indes verstärkt darauf Wert gelegt, die Indianer an die Gebräuche der Weißen anzupassen.

Warum haben Westernjacken Fransen?
Die Fransen der Wildlederkluft wurden damals nicht nur der Mode gerecht. Sie erfüllten für die Viehhirten auch einen praktischen Zweck. An ihnen perlte der Regen ab und die Männer blieben weitgehend trocken. In  "Notlagen" rissen sich die Cowboys die Fransen schnell von der Jacke ab und verwendeten sie beispielsweise als Schnüre.

Seit wann gibt es den Trockner?
Um 1800 wurden in Frankreich die ersten handbetriebenen Wäschetrockner entwickelt. Die ersten elektrischen Wäschetrockner kamen zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA auf den Markt. In
Europa produzierte die Firma Miele ab 1958 die ersten Modelle, die später modernisiert wurden.

Welcher Roman ist der meistgelesene?
1859 veröffentlichte der englische Schriftsteller Charles Dickens seinen Bestseller  "A Tale of two Cities", der auf Deutsch  "Eine Geschichte aus zwei Städten"  heißt. Er wurde bis heute 200 Millionen Mal gedruckt und im Vergleich zur Bibel wohl auch meist bis zur letzten Seite gelesen. Auf Platz zwei folgt  "Der Herr der Ringe"  von J.R.R Tolkien.

Was ist des  "Nürnberger Ei"?
Eine ovale Taschenuhr mit Federwerk wurde früher Nürnberger Ei genannt.Anfang des 16. Jahrhunderts stellte der Nürnberger Feinmechaniker Peter Henlein erstmal am Körper tragbare Uhren her. Die Bezeichnung  "Ei" leitet sich aber wahrscheinlich nicht von der Form der Uhr ab, sondern geht wohl eher auf den Dialektbegriff  "Aeurlein", sprich Ührlein zurück.



Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens.
(Jean-Baptiste Massilon)


In der Jugend glaubt man, das Glück
zwingen zu können.
Später zwingt man sich, an das
Glück zu glauben.
(Salvatore Quasimodo)

Donnerstag, 25. August 2016

Dies und Das über den Egoismus

Egoismus ist bei uns ein sehr negativ besetztes Wort. Wenn uns jemand  "Du bist egoistisch"  vorwirft, fühlen wir uns meistens regelrecht schuldig. Doch das ist gar nicht nötig, denn es gibt auch einen positiven Egoismus, der unterm Strich sogar allen nützt.



Das Wort Egoismus leitet sich von dem lateinischen Wort  "ego" -  "ich"  ab und bedeutet so viel wie Selbstbezogenheit. Schon von Kindesbeinen an wird uns beigebracht, dass es sich bei dieser Verhaltensweise um nichts Gutes handelt. So hören wir schon frühzeitig Sprüche wie  "Der Esel nennt sich selbst zuerst"  oder  "Selber essen macht dick". Da ist es kein Wunder, wenn wir uns nicht mehr trauen, die eigenen Interessen in den Vordergrund zu stellen.
Dem entgegen steht der Bibelspruch "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst". Das bedeutet, dass wir zunächst einmal  uns selbst  lieben und wertschätzen sollen, um uns dann anderen mit derselben Wertschätzung zuwenden zu können. Doch wenn wir uns lieben, dürfen  wir unsere eigenen Bedürfnisse nicht ständig zugunsten anderer Menschen hintanstellen.
Jeder von uns kennt das: Die Familie, Freunde oder auch Kollegen bitten uns um einen Gefallen. Und wenn es uns auch nicht passt, erfüllen wir in den meisten Fällen diese Bitten.
Gesunder Egoismus heißt auch, NEIN sagen zu können. Diese Ängste sind der Grund dafür, dass viele Menschen Ja sagen und dabei Nein denken. Das macht nicht nur schlechte Laune, sondern es stauen sich auch Wut und Ärger auf, wenn derartige Situationen öfter vorkommen. Irgendwann ist dann das Fass zum Überlaufen voll und es platzt in einer akuten Situation  ein viel zu schroffes Nein heraus, das für den Bittenden in seiner Heftigkeit vollkommen unverständlich ist.
Es ist daher besser, mit einer gesunden Portion Egoismus offen und ehrlich im richtigen Moment Nein zu sagen, als aus falsch verstandener Hilfsbereitschaft unter Zähneknirschen immer wieder einzuknicken.
Es ist erwiesen, dass Menschen, die ihre Bedürfnissen immer wieder zugunsten anderer zurückstellen, häufiger an Burnout leiden als diejenigen, die auch an sich selbst denken. Wer versucht, es allen recht zu machen und dabei die eigenen Bedürfnisse mit Füßen tritt, sind Unzufriedenheit, Ärger über sich selbst und schließlich Depressionen die logischen Folgen.
Natürlich soll man nicht "über Leichen gehen" und nur auf den eigenen Vorteil bedacht sein. Doch keiner ist verpflichtet, es jedem recht zu machen. Wer uns nur mag, weil wir alle Wünsche erfüllen und klein beigeben, ist kein echter Freund!



Sein Prinzip ist überhaupt:
Was beliebt, ist erlaubt.
Denn der Mensch als Kreatur
hat von Rücksicht keine Spur.
(Wilhelm Busch)

Dienstag, 23. August 2016

Dies und Das über kleine blaue Früchtchen

Ich bin wirklich überwältigt über die vielen lieben Kommentare. Es freut mich, dass sich so viele Bloggerinnen und Blogger darüber freuen, dass ich wieder da bin. Das gibt mir wirklich Auftrieb.

In den vergangenen Wochen hat sich

Nele Blaubeerenblau

am Neckarstrand eingefunden. Herzlich willkommen. Fühle dich wohl hier.

 

Heidel- oder Blaubeeren sind kleine Früchtchen mit erstaunlichen gesundheitlichen Wirkungen. Sie sind kalorienarm und gesund. Man findet sie mit viel Glück im Wald - auf jeden Fall aber beim Discounter und auf dem Wochenmarkt. Man sollte wirklich so oft es geht zugreifen.

Die Wirkung gegen Durchfall ist seit langem bekannt. Aber sie helfen auch gegen Gedächtnisprobleme. Das haben US-amerikanische Forscher nachgewiesen. Blaubeer-Extrakte verhindern den geistigen Abbau und lindern die Symptome der Alzheimer-Krankheit.
Und es ist überraschend, dass sie in tiefgefrorenem Zustand noch wertvoller sind.
Was gibt es köstlicheres als einen Blaubeerpfannkuchen, eine Blaubeerwähe? Mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Morgen werde ich Blaubeeren kaufen.

http://beas.kitchen/wp-content/uploads/2016/08/Schoko-Vanille-Blaubeerkuchen-1.jpg    

Gleichheit der Gesinnung
erzeugt Freundschaft.
(Demokrit)

Montag, 22. August 2016

Ich versuche wieder da zu sein!

Ja, ich will es versuchen. Wenn ich es jetzt nicht durchziehe, verliere ich vielleicht die Lust.
Zunächst möchte, nein muss ich mich für die vielen, vielen Kommentare bedanken. 58 an der Zahl und der Post wurde insgesamt 470 angeklickt. Ich bin sonst nicht für die Zahlen. Sie sind Schall und Rauch.  Gerade in letzter Zeit aber erkundigten sich doch einige und fragten danach, wo ich bleibe. Diese Anteilnahme hat mir sehr geholfen., denn es waren wirklich fürchterliche Wochen. Aber ich habe mich durchgekämpft und hoffe, dass es wieder geht.
Ich möchte das Niveau meines Blogs auch aufrechterhalten. Witze oder komische Fragen liegen mir nicht und passen wohl auch nicht. In letzter Zeit fehlte mir die Kraft, etwas Vernünftiges zu "Papier"  zu bringen. Aber wie schon gesagt, ich werde es versuchen, wieder präsent zu sein.



Einfach nur Danke!  


Im normalen Leben wird oft einem gar nicht bewusst, dass der Mensch überhaupt unendlich viel mehr empfängt, als er gibt, und dass Dankbarkeit das Leben erst reich macht.

(Dietrich Bonhoeffer 1906-1945, deutscher Theologe)




Nur freie Menschen sind einander wahrhaft dankbar.

(Baruch de Spinoza 1632-1677, niederl.-portugiesischer Philosoph)