Freitag, 24. November 2017

Dies und Das über Robert Koch

Der deutsche Mediziner gilt als Pionier der Mikrobiologie und Bakteriologe. Robert Koch (1843-1910) beschäftigte sich zeit seines Berufslebens mit einer ganzen Reihe von Krankheitserregern. 1882 entdeckte er den Erreger der Tuberkulose, den Tuberkelbazillus. Damals eine medizinische Sensation: Zu dieser Zeit starben jährlich Hunderttausende Menschen weltweit an  der Lungenkrankheit.

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Die Schwindsucht, auch  "Proletarierkrankheit"  genannt, galt quasi als unheilbar. Koch erbracht den Nachweis, dass die Krankheit über die Atemluft übertragen wird. 1890 präsentierte er mit Tuberkulin einen Impfstoff, der Tuberkulose heilen sollte. Das vermeintliche Heilmittel hielt zwar nicht, was es versprach, dennoch bekam Koch für seine grundlegenden Arbeiten über die Tuberkulose 1905 den  Nobelpreis für Medizin.
Man glaubte der Tuberkulose Herr geworden zu sein. Aber gerade in letzter Zeit sterben wieder sehr viele Menschen an dieser Krankheit. Genau wie die Masern kehrt sie zurück.


Eines Tages wird der Mensch den Lärm
ebenso bekämpfen müssen
wie die Cholera und die Pest.
(Dr. Robert Koch)

Donnerstag, 23. November 2017

Dies und Das über Kürbisse

Wenn ich zurückdenke, so gab es den süß-sauer eingelegten Kürbis im Glas. Ich habe ihn sehr gern gegessen. Andere Kürbisgerichte standen nicht auf dem Speiseplan bzw. waren nicht bekannt.
Das hat sich in den letzten 10-15 Jahren geändert.. Der Kürbis ist eine wärmehungrige Pflanze. Er ist vielseitig verwendbar und sehr gesund. Heute wird er als klassische Suppe, pikante Kuchen und Gratins serviert. Und natürlich ist er ein Symbol zu Halloween.


Kürbisse gehören zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt, viel älter als Mais und Bohnen. Dabei wurden diese drei Gemüsearten früher –teilweise auch heute noch als perfekte Mischkultur bei den Indios in Mittelamerika angebaut: Der Mais dient der kletternden Bohne als Halt. Der Kürbis beschattet mit seinem Blattwerk den Boden und verhindert die Wasserverdunstung.
Bei dem Indianerstamm der Navajos war der Kürbis eine heilige Pflanze.
Zur Zeit der Entdeckung Amerikas gab es bereits züchterisch bearbeitete Kürbisse. Christoph Kolumbus beschrieb den Kürbis als wichtigste Nahrungspflanze der Indios und Azteken, und in Amerika ist die Begeisterung für Kürbisse bis heute ungebrochen.
Durch die Seefahrer gelangten schon bald nach der Entdeckung Amerikas Samen einiger Arten an europäische Fürstenhöfe und in die Klostergärten, z.B. auch die „Ufos“. Diese „neuen“ Kürbisse verdrängten die bis dahin in Europa kultivierten Flaschenkürbisse der Gattung Lagenaria.
51 Jahren nach der Entdeckung Amerikas wird eerstmals ein amerikanischer Kürbis in der deutschen Literatur erwähnt („New Kreuterbuch“ von Leonhart Fuchs).
Die Flaschenkürbisse stammen vermutlich aus den tropischen Regionen von Zentralafrika. Durch die Meeresströmung gelangten Früchte mit keimfähigen Samen nach Südamerika. Archäologische Funde besagen, dass schon vor 12.000 Jahren der Flaschenkürbis in Peru, vor 9.000 Jahren in Mexiko und vor 5.000 Jahren in Ägypten bekannt war.
Von Botanikern wird der Kürbis als eine Panzerbeere bezeichnet. Der Kürbis ist die Pflanze mit den größten Beeren und größten Samen. Mit über 90 % Wassergehalt gehört der Kürbis zu den wasserreichsten Gemüsearten. Sein deutscher Name leitet sich vom lateinischen Corbis = Korb, Gefäß ab. Kürbisse zählen zu den Fruchtgemüsen, sind einjährige Pflanzen und einhäusig, blühen aber getrennt geschlechtlich.
Das bedeutet, dass sich auf einer Pflanze männliche und weibliche Blüten (zu erkennen an dem kleinen Fruchtansatz) befinden. Die weiblichen Blüten müssen durch Insekten –vorwiegend sind es Bienen- bestäubt werden.
(Quelle: Kulturpflanzen der Welt)


Je länger man lebt, desto deutlicher
sieht man, dass die einfachen Dinge
die wahrhaft größten sind.
(Romano Guardini)

Mittwoch, 22. November 2017

Dies und Das über Pompeji

Auch heute faszinieren die Funde in Pompeji uns noch. Jahrhunderte hat die Stadt überlebt.
Es ist der 24. August 79.  Die Erde rumort immer und immer wieder, seit Tagen schon. Doch das ist nichts Ungewöhnliches für die Einwohner der Stadt Pompeji zu Füßen des Vesuv. Kaum jemand macht sich deswegen Sorgen. Ein folgenschwerer Irrtum.

Pompeji, Neapel, Unesco-Weltkulturerbe 

Denn diesmal kommt es zu einer gewaltigen Eruption, und bis zum nächsten Morgen geht ein Regen aus Lavabrocken, glühendem Bimsstein und heißer Asche auf den Ort nieder. In die Luft mischen sich giftige  Gase und erhitzen sie auf 800 Grad. An manchen Stellen wächst die Bimssteinschicht in kurzer Zeit auf drei Meter an. Wo einst mehr als 10 000 Menschen wohnten, ist jedes Leben ausgelöscht, die Stadt wie vom Erdboden getilgt.
Goethe besuchte 1787 diesen Ort und schrieb: "Es ist viel Unheil in der Welt geschehen, aber wenig, das den Nachkommen so viel Freude gemacht hätte. Ich weiß nicht leicht etwas Interessanteres." Die Asche und Gesteinsschichten wirken nämlich wie eine Zeitkapsel.
In Pompeji sind daher so gute  Funde überliefert wie von keiner anderen historischen Stätte. Vor fast 2000 Jahren sozusagen konserviert im Moment des Untergangs, fanden sich in einer Bäckerei sogar noch 81 Brote.
Anfang  des 18. Jahrhunderts begannen die Ausgrabungen. Seitdem wurde leider viel durch falsche Arbeitsmethoden und irrtümliche Bombardierung im zweiten Weltkrieg zerstört. Ein Trost: Ein Drittel der Stadt wurde noch gar nicht ausgegraben.

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Eine empfehlenswerte Lektüre.


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Jede Landschaft hat ihre eigene,
besondere Seele.
(Christian Morgenstern) 

Dienstag, 21. November 2017

Dies und Das über die jüngste Wüste der Welt


Aralkum heißt die lebensfeindliche Salzwüste.
Sie ist das Resultat einer ökologischen Katastrophe. Seit Anfang der 1960er -Jahre trocknet der Aralsee immer weiter aus  und ist auf ein Viertel seiner Fläche geschrumpft. Eine Folge des steigenden Wasserbedarfs der immer größer werdende Flächen für den Baumwollanbau. 50 000 Quadratkilometer, die 1970 noch rund 20 Meter unter der Wasseroberfläche lagen, gleichen heute einer Mondlandschaft.

Ähnliches Foto 

Das Buch ist eine Lektüre die beklommen macht. Wieder eine Katastrophe, die von Menschen gemacht ist.

Es gibt Augenblicke
in denen eine Rose wichtiger ist
als ein Stück Brot.
(Rainer Maria Rilke)

Montag, 20. November 2017

Es geht wieder aufwärts..

Ich habe schon selbst nicht mehr daran geglaubt. Eine heftige Erkältung hat mir sehr zu schaffen gemacht. Ich hatte in den letzten  Jahren weder Husten noch Schnupfen - war ganz stolz auf mein Immunsystem. Aber jetzt - ganz plötzlich ist es wohl nicht mehr da. Kurzum: Ich war fix und fertig und zum ersten Mal kam mir der Gedanke, mir jemanden ins Haus zu holen. Jetzt, wo es mir wieder besser geht, habe ich das aber verworfen. Ich werde vorerst allein weitermachen. Nur der Notruf wird jetzt angegangen.



In der Zwischenzeit musste ich den Tod eines lieben Menschen verkraften. Gerade war er noch bei mir, wir haben eine Tasse Kaffee miteinander getrunken und 10 Tage später war er tot. Wurde tot in seinem Bett aufgefunden. 48 Jahre alt - ich kannte ihn, seit er 3 Jahre alt war. Er war Handwerker und man konnte sich immer auf ihn verlassen. Aber das schrecklichste an der ganzen Sache ist das Gerede. Ich frage mich, wie krank müssen die Menschen sein, um solche Gerüchte in die Welt zu setzen? Man kolportierte, er habe sich erhängt. Aus Liebeskummer, denn sein Lebenspartner habe ihn verlassen. Alles Lüge!
Er war ein lebensfroher Mensch und ich konnte das einfach nicht glauben. Und es war ja auch nicht so. Man hatte dieses Gerücht aber auch seiner Mutter, die in einem Heim  lebt, überbracht. Sie ist daran zerbrochen.
Man sollte sich hüten, etwas zu erzählen, was nicht fundiert ist. Lügen sind fürchterlich - und Gerüchte können zerstören. Ich kann das einfach nicht verstehen. Fertig bin ich damit noch lange nicht.
Ich habe lange überlegt, ob ich darüber schreiben soll. Aber es musste ganz einfach raus. Leichter ist mir dennoch nicht geworden.




Sprich nie Böses von einem Menschen, 
wenn du es nicht gewiss weißt! 
Und wenn du es gewiss weisst, so frage dich: 
Warum erzähle ich es?
Johann Kaspar Lavater

Samstag, 18. November 2017

Immer weniger Vögel in Deutschland

Naturschützer machen sich Sorgen. Denn es gibt immer weniger Vögel in Deutschland. In nur zwölf Jahren ist die Zahl der Brutpaare um viele Millionen kleiner geworden. Besonders stark ist der Star betroffen. Aber auch von den Haussperlingen, Wintergoldhähnchen und Buchfinken zum Beispiel fliegen immer weniger herum.





Den Grund dafür sehen die Naturschützer vor allem in der Landwirtschaft. Denn heute werden Felder oft anders genutzt als früher. Landwirte bauen viel Mais und Raps an. Dafür brauchen sie mehr Platz. Deshalb sind viele Wiesen und Weiden verschwunden. Diese sind aber immens wichtig für die Vögel. Dort finden sie Nahrung und ziehen ihre Jungen groß. Außerdem gibt es bei uns weniger Insekten. Diese gehören aber zur Lieblingsspeise vieler Vögel.



Das Glück muss entlang der Straße gefunden werden,
nicht am Ende des Weges.
(David Dunn)





Donnerstag, 16. November 2017

Dies und Das aus Omas Wissenskiste

Gerade in dieser Zeit, wo Erkältungen um sich greifen, sind ein paar Hinweise aus Omas Kiste nicht zu verachten:

Petersilie bringt den Kreislauf in Schwung
Man wacht auf und uns wird schwindelig. Es fehlt an Energie und man fühlt sich tagsüber schläfrig und matt. Dagegen hilft Petersilie: 
10 Stengel mit Blättern in 1 l Weißwein 5 Minuten kochen. 2 Esslöffel Apfelessig  und 1 Teelöffel Honig dazugeben. In eine Flasche umfüllen und ein paar Tage stehen lassen. 2 mal täglich ein Schnapsglas vor dem Essen trinken.

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Ringelblume beschleunigt Wundheilung
Entzündungen im Mund- und Rachenraum oder Wunden, die einfach nicht heilen wollen - das sind die Einsatzgebiete, bei denen eine einheimische Heilpflanze zur Höchstform aufläuft. Die leuchtenden Blüten der Ringelblume hemmen Entzündungen, fördern die Wundheilung, töten Bakterien und Viren ab. Zur Wundreinigung: 2 TL Blüten ohne Kelch mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen und abkühlen lassen..
Schlecht heilende Wunden reibt man am besten mit Ringelblumenöl ein. Dazu füllt man ein Schraubglas
mit 3 EL Blüten und übergießt sie mit einem Pflanzenöl unserer Wahl. Sechs Wochen an einem warmen Ort stehen lassen, täglich schütteln. Durch ein Tuch in eine dunkle Flasche abfiltern, kühl und trocken lagern.

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Eicheln senken den Blutzucker
Mehr als eine Alternative zu Filterkaffee: Eichelkaffee hilft nicht nur bei Magen-Darm-Problemen sondern auch bei erhöhtem Blutzucker.
Dafür frische Eicheln mit heißem Wasser übergießen und abseihen. Wiederholen, bis das Wasser klar bleibt. Die getrockneten und gehackten Bohnen im Backofen bei 200 Grad rösten. Pro Tasse 1 TL Kaffee mit 200 ml Wasser aufbrühen, 5-10 Minuten ziehen lassen.
Meine persönliche Meinung: Schmeckt nicht berauschend - Aber er hilft! Habe es ausprobiert.

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Malve lindert den wunden Hals
Bei wundem Hals verschafft ein Malventee baldige Besserung. Damit die Schleimstoffe erhalten bleiben, muss er unbedingt kalt angesetzt werden. Die Blüten mit Wasser übergießen und für mindestens zwei Stunden ziehen lassen - besser über Nacht. Dabei gelegentlich umrühren, dann abseihen. Kalt oder warm gemacht in kleinen Portionen langsam schlucken.

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Gegen Schmerzen der Seele
gibt es nur zwei Arzneimittel:
Hoffnung und Geduld.
(Pythagoras)